Die große Show der Anti-Inflationsrhetorik

Momentan ist offener denn je, wer in der EZB nach dem Abgang von Jean-Claude Trichet den Helden der griechischen Tragödie spielen wird. Mögliche Kandidaten bringen sich mit ihrem rhetorischen Kampf gegen die Inflation in Stellung. Für mich ist sicher, dass eine Leitzinserhöhung der EZB Turbulenzen an den Finanzmärkten mit sich bringen wird und das ahnt wohl auch der EZB-Chef: Googeln Sie doch einmal in den Nachrichten zu den Staatsfinanzen der einschlägigen Euro-Länder und wie gut oder schlecht und zu welchem Zins diese schon jetzt ihre Anleihen am Markt unterbringen können! Ich möchte in Erinnerung rufen, dass die Märkte bereits bei der letzten EZB-Sitzung enttäuscht wurden. Meiner Einschätzung nach wird Trichet zwar vordergründig den Zeigefinger heben, aber so lange wie möglich untätig bleiben. Es sieht für mich so aus, er will niemandem weh tun. Ich glaube, der 3. März wird wieder eine wunderbare Gelegenheit sein, gegen den Euro zu wetten.